Gloris & Bourgouin: Codex Angélique, Kompendium der Engel

Vor dem ersten Weltkrieg, in den letzten Jahren der Zeit, die man Belle Epoque nennt: der intelligente Student Thomas Devisse lebt in Paris bei seinem Onkel.
Mit einer Mischung aus Alkohol und und Opium versucht er, den Irrsinn seines Onkels zu ertragen. Dieser versucht seit 20 Jahren, die an einem Herzstillstand verstorbene und in künstlichem Winterschlaf liegende Mutter von Thomas wieder zum Leben zu erwecken. Thomas fällt bei einem Buchhändler der Codex Angelique in die Hand, mit dem die Experimente des Onkel eine neue Dimension annehmen.

In der Parallelgeschichte versucht Kommissar Nimber einen Mörder, genannt „Der Herzensbrecher“, dingfest zu machen. Dieser tötet Frauen und entfernt den Toten das Herz. Eine Verbindung zu den Fällen von Jack the Ripper in London liegt auf der Hand.
Auch der Zusammenhang beider Geschichten ist banal einfach. Denkt man.

Aber dann wirds abgedreht: ein erneuter Versuch Thomas Mutter wieder zum Leben zu erwecken endet in einer Katastrophe. Engel und Dämonen mischen plötzlich in der Geschichte mit. Und das ist das Ende des ersten Bandes.

Sehr schön gezeichnet, perspektivisch interessant. Brush-Technik für die Hintergründe, jedenfalls siehts so aus. Kleinere Nebenfiguren am Rande sind nicht allzu genau gezeichnet und eher skizzenartig, was dem aufmerksamen Beobachter immer mal wiederein Lächeln abringt.
Ich mag den Stil!

Warum weiß ich nicht genau, aber die Geschichte fesselt von der ersten Seite an, auch wenn ich kein großer Anhänger von Dämonen oder Engel-Stories bin.

Die Reihe besteht im Original aus insgesamt drei Bänden, in der Neuauflage sind alle drei in einem Band.
Text: Thierry Gloris, Zeichnungen: Mikaël Bourgouin

In einer Neuauflage kostet der Codex fast 40 Euro. Da sind dann zwar alle drei Bände drin, aber wenig ist das dann doch nicht.
Also entweder gebraucht kaufen oder auf dem nächsten Flohmarkt stöbern.

Bei Amazon: Codex Angélique: Kompendium der Engel
Bei Ebay: Codex Angélique, Kompendium der Engel

Verlinken ist was für …

Kurzmitteilung

Wollt ich eben mal den Blog bei … sagen wir mal einem Webblog-Katalog anmelden.
Wurde das einfach abgelehnt mir der „Begründung“:

Gründe können sein: das Publicon der **** wurde nicht eingebaut.
Ihr Blog hat auschliesslich Bilder oder Videos.
Der Blog wird nicht regelmäßig gepflegt.
Der Blog wurde nicht ausreichend beschrieben.
Der Blog stellt keine RSS Feeds zur Verfügung oder Ihre Seite ist kein klassischer Blog.

Öhhh … okee. Dann eben nicht.

Behalt ich meinen Backlink und erwähn halt ein paar andere Blogs-Kataloge hiermit:

 

So.

spon.de: Gefangen in der Mäuse-Maske

Link

Mit der Holocaust-Geschichte „Maus“ veränderte US-Cartoonist Art Spiegelman die Weise, wie Comics wahrgenommen werden. Zum 20. Jubiläum der deutschen Ausgabe erscheint ein Sammelband, der die Genese des Zeichenkunst-Meilensteins nachverfolgt.

http://www.spiegel.de/kultur/literatur/art-spiegelman-metamaus-a-856975.html


Noch ein Comic, den ich noch dringend mal lesen muss. Mal sehen, ob der zurecht immer wieder so gelobt wird.

Der Tod von Wild Bill

Wild West Story: Melvin muss mit ansehen, wie seine Freundin und ihre Familie von Banditen umgebracht werden. dabei hat er ihr gerade erst versprochen, bei seiner zukünftigen Hühnerfarm genauso viele Hähne wie Hühner zu halten.

Nach einer bewegten Lebensgeschichte stellt er zum Schluß die Banditen.

Die Geschichte ist ein bisschen vorhersehbar, die Zeichnungen sehr detailreich und in erdigen Farben gehalten, leicht blass. Also so, wie der Autor und Zeichner Herrmann Huppen (www.hermannhuppen.be) eigentlich immer zeichnet.
Insgesamt ganz nett, haut mich aber nicht vom Hocker. Wild Bill kommt übrigens nicht vor.
Ein Comic für den der den wilden Westen und rauchende Colts mag.

Gibts bei Amazon DER TOD VON WILD BILL – Hardcover-Comicalbum: (1999 Kult Edition)

oder mit ein bissen Glück für wenig Geld bei Ebay.