Spider-Man hilft beim Englisch lernen

Eine Studie von Kaplan International Colleges behauptet, dass über die Hälfte aller Befragten ihre Englischkenntnisse durch Lesen von Comics verbessert habe.
Spider-Man ist dabei der beliebteste Superheld: 15% der Befragten, die durch Comics ihre Englischkenntnisse verbessern, gaben den Vorzeige-Superhelden des Comic-Verlages Marvel als Lieblingshelden an. Damit schlägt Spider-Man seine Comic-Rivalen Superman und Batman des Verlages DC Comics, gefolgt von The Man of Steel mit 10% und the Dark Knight mit 6%.

Die Infografik zur Studie: http://kaplaninternational.com/blog/de/files/2012/08/Kaplan_Infografik_englisch_lernen_2012.jpg

Junko Kobayashi, der Präsident der Stan Lee Stiftung, wird in einer Pressmitteilung mit den Worten zitiert: “The Stan Lee Foundation also believes that superheroes have a role in education by promoting learning. We are pleased that Spidey, such a well-known character, has played a major part in helping students study English.”

Über die Stan Lee Stiftung
The Stan Lee Foundation ist eine non-profit Organisation, die gegründet wurde, um landesweit Zugang zu Bildung und Kunst zu gewährleisten. Die Stiftung wurde 2009 auf Initiative der Comic-Legende Stan Lee gegründet. http://www.stanleefoundation.org

Asterix – Gallien in Gefahr

Eigentlich wollte ich diesen Comic schon lange einmal lesen. Aber als er rauskam waren die Kritiken so vernichtend, dass ich es lieber lange habe sein lassen.
Keine Ahung wie ich jetzt wieder drauf kam – vermutlich im September die nachricht, dass Asterix-Zeichner Uderzo aufhöre – aber wie das halt so ist mit den unerledigten Dingen: irgendwann müssen sie erledigt werden.

Gallien in Gefahr (französischer Originaltitel: Le ciel lui tombe sur la tête) ist der 33. Band – oder 34. je nach Zählweise – der Asterix-Reihe. Er wurde 2005 von Albert Uderzo verfasst.

Die Geschichte ist ein bisschen abstrus und passt so gar nicht in die bekannte Asterix-Welt:
Außerirdische landen auf der Erde. Sie bitten Asterix und Obelix um Unterstützung im Kampf gegen andere Außerirdische, die Nagmas. Beide Parteien wollen den Zaubertrank der Gallier für sich nutzen, was in einer Massenschlägerei endet. Natürlich gibts ein Happy End und die Einwohner des gallischen Dorfes vergessen den Besuch.

Schon auf der allerersten Seite hat man eine Vorstellung davon, warum Gallien in Gefahr so schlecht ankam: in nur 5 Bildern 5x bemühte Witzchen über „Wildschschwein / Schwein“ zu machen ist schon arg. Asterix hat auch davon gelebt, dass nicht in jedem Panel etwas witziges war – der Charme der Bilder hat früher völlig ausgereicht.
Dass Außerirdische in der kleinen Gallierwelt auftauchen finde ich noch nicht einmal tragisch. Schließlich waren Asterix und seine Freunde schon auf fast der ganzen Welt. Und irgendeine Geschichte muss erzählt werden.
Die Charaktere sind aber überzeichnet. Obelix denkt eben nicht nur ans Essen – oder zumindest früher wars mal so. Wirklich gestört haben mich die Wortspiele mit der groben Kelle und das bemüht wirkende einbauen von aktuellem („Shwor-zi“).

Die Zeichnungen sind so, wie man sie zumindest von den letzten Bänden gewohnt war. Für meinen Geschmack ok.

Ich hätts mir jedenfalls schlimmer vorgestellt, aber an die alten Klassiker (Asterix und die Goten, Asterix und die Normannen) reicht der Band lange nicht mehr heran.

Mal sehen, was Didier Conrad (Zeichnungen) und Jean-Ives Ferri (Texter) als die beiden neuen Asterix-Künstler beim nächsten Band abliefern.

Mehr Infos zur Reihe: http://de.wikipedia.org/wiki/Asterix

Neu kaufen – nur wer die Reihe ernsthaft sammelt.
Alle anderen: für kleines Geld gebraucht tuts auch: Asterix Geb, Bd.33, Gallien in Gefahr

Subjektive Bewertung:

tagesspiegel.de: Die besten Comics 2012 gesucht

Der Tagesspiegel sucht die besten Comics des Jahres 2012. Die Auswahl trifft eine Fachjury (u.a mit Anne Delseit (AnimaniA, Comix u.a.), Lutz Göllner (zitty), Volker Hamann (Reddition), Matthias Hofmann (Alfonz), Martin Jurgeit (Comixene), Stefan Pannor (Spiegel Online u.a.) und Frauke Pfeiffer (Comicgate)), aber auch wir normalsterblichen Comic Leserinnen und Leser können uns beteiligen.
Unter den Teilnehmern werden mehrere Buchpreise verlost. Einsendeschluß für Vorschläge ist der 30. November 2012.
Alle Infos: http://www.tagesspiegel.de/kultur/comics/wettbewerb-gesucht-die-besten-comics-des-jahres-2012/7378970.html

Familie vs. Comic-Sammeln

Aus eigener Erfahrung eine kleine Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile einer Familie bei Comic-Sammlern:

Pro:

    • man kann ohne komisch angesehen zu werden Kinder-Comics kaufen.
    • heimlich kann man Kinder-Comics lesen – wenn die Kleinen sie durch haben
    • irgendwo liegen immer Comics rum, man hat also immer was zu lesen
    • beim Comic spontankauf noch 2-3 Kindercomics dazu – schon ist der häusliche Frieden ungefährdet
    • Partnerlook: man kann Comic-T-Shirts und -Pullover anziehen, wenn man den minderjährigen das selbe Outfit gekauft hat
    • Zeichentrick im Fernsehen: man MUSS aus pädagogischen Gründen mitgucken

Contra:

    • man muss seine eigenen Comics in Sicherheit bringen (Regalhöhe ab 1,50 m) und permanent im Auge behalten
    • hat man seine Comics nicht in Sicherheit gebracht bedauert man das
    • in der persönlichen Budgetplanung rücken die Ausgaben für Comics sehr sehr sehr weit nach hinten
    • man muss zusehen wir Comics zerfleddert, zerrupft und zerschnitten werden
    • Comic-Börsen durchstöbern, Ausstellungen besuchen und gemütliches Comiclesen sind praktisch unmöglich
    • man muss Comics vorlesen

DASDING.tv: Tutorial

Leider kann ich so überhaupt gar nicht zeichnen, aber wirklich so gar nicht. Ich hab aber auch weder Geduld noch Ruhe dafür. Deshalb bewundere ich Comic-Zeichner, die auf einem weißen Blatt mit wenigen Strichen Figuren zum leben erwecken können.
Natürlich ist da auch viel Erfahrung und Technik drin, aber eben auch Talent und Geduld.
Ein besonders anschauliches Beispiel gibts grade bei DasDing: unter dem Titel „Comic-Zeichnen für Dummies und Van Goghs“ gibts ein Video-Tutorial vom redaktionseigenen Comic-Zeichner Benni.

Der erklärt Step by step, wie man mit Hilfe einfacher geometrischer Formen Zeichnen kann. Beispielsweise in Tutorial 5 wie man aus einem Kasten und ein paar Kringeln einen Fuß macht.
Ich hätts fast versucht. Aber nur fast – siehe oben.
Hier gehts zu den Videos

Wettbewerb: Weihnachtsgeschichte als Comic

Ok, die Info kommt ein bisschen spät – aber trotzdem:
Das Internetportal der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Hamburg lobt einen Comic-Wettbewerb über die Neugestaltung der Weihnachtsgeschichte aus. Die Aufgabe lautet, die Weihnachtsgeschichte neu erzählen und illustrieren – kurz, prägnant, als Graphic Novel auf drei bis sieben Seiten. Der Wettbewerb ist mit einem Preisgeld dotiert.
Einsendeschluss: 10. November 2012 (Datum des Poststempels)
Alle weiteren Infos: http://www.kirche-hamburg.de/dialog/kontakt.2/root.13/index.html