Bob de Groot – Robin Ausdemwald

Robin AusdemwaldNach der schweren Comic-Kost der letzten Woche wirds mal wieder Zeit für was lustig-leichtes: Robin Ausdemwald (im Original Robin Dubois) von Bob de Groot.

Kennengelernt habe ich Robin wie die meisten anderen wohl auch als Teil des Yps-Heftes. Leider gabs da meist nur eine Seite – die Robin-Geschichten sind meistens One-Pager – und ich hätt doch gerne mehr gelacht.

1988 hat der Carlsen Verlag die Geschichten in neun Bänden herausgegeben, sie sind heute leider nur noch zu doch recht hohen Preisen verfügbar.

Was ich an Robin Ausdemwald besonders mag ist der harmlose Humor und die Tatsache, dass der Sheriff, Chef von Nottingham und des Sherwood Forest, und Robin trotz der natürlichen Rivalität eine Art Freundschaft pflegen.
Ausserdem ist so ein One-Pager sehr pointiert für das schnelle Lachen zwischendurch.
Natürlich sind die Witzchen als und schon tausendmal gesehen – aber hey, der Comic ist aus den 70ern.

Kann man bei Amazon kaufen: Robin Ausdemwald
oder bei Ebay: Robin Ausdemwald
Find ich aber beide zu teuer. Sowas ist ein Glücksfund für 3-4 Euro auf dem nächsten Flohmarkt. Da können dann auch ruhig ein paar Eselsohren dran sein.

Subjektive Bewertung:

Keiji Nakazawa – Barfuß durch Hiroshima (Kinder des Krieges, Band 1)


Keiji Nakazawa überlebte 1945 den Abwurf der Atombombe auf Hiroshima. „Barfuß durch Hiroshima“ handelt von der Zeit vor und nach dem Abwurf. Der Comic erhielt 2006 den Max-und-Moritz-Preis des Comic-Salons Erlangen in der Kategorie „Bester Manga“. Am 19. Dezember 2012 starb Nakazawa an Lungenkrebs, wohl eine Spätfolge des Atombombenangriffs. Ein Anlass, sein Meisterwerk (nochmal) zu lesen.

Eines vorneweg: Die Atombombe Little Boy wird erst nach 250 Seiten von Band 1 „Kinder des Krieges“ abgeworfen.
Auf den Seiten zuvor lernt man ein Kriegsjapan kennen, wie es nicht in den Schulbüchern steht: Hunger hat das Land fest im Griff, die Bevölkerung lebt von dem wenigen, was die Böden hergeben. Reis ist eine Mangelware, Geschwister streiten sich um eine rohe Kartoffel. Gleichzeitig wird von der Regierung Druck auf die Bevölkerung ausgeübt, was die üblichen Verdächtigen – selbsternannte Hüter von Recht und Ordnung, Gemeindevorsitzende, Lehrer, Polizisten und Militär in der Etappe – zu ihrem eigenen Vorteil und zur Pflege des eigenen Egos ausnutzen.
Die Hauptfigur, der sechsjährige Gen, das alter Ego des Autors, lebt mit seinen Geschwistern und seinen Eltern in ärmlichen Verhältnissen. Die Familie stellt die traditionellen Geta (japanische Holzsandalen) her.
Vater Nakaoka spricht sich öffentlich gegen den Krieg aus. Er lehnt die Speerübungen des Gemeinderates, eine japanische Version des Volkssturms, als sinnlos ab. Kurz darauf wird er verhaftet, die Kinder werden in der Schule drangsaliert und verleumdet. Kritik am Krieg oder am Kaiser und den herrschenden Schichten ist in der japanischen Gesellschaft mehr als verdächtig, sie gilt als Verrat.
Der älteste Sohn Koji meldet sich freiwillig zur Luftwaffe um den Ruf der Familie wiederherzustellen. Aber auch hier herrscht Repression, die Jungen werden zu blindem Gehorsam gedrillt. Die Erziehungsmethoden dieser Zeit kann man allgemein ruhigen Gewissens als „handfest“ bezeichnen.

Als 6. August 1945 um 8:15 Uhr die Atombombe über Hiroshima abgeworfen wird sterben innerhalb von Sekunden 80 000 Menschen sofort. 80 000 – 160 000 weitere Menschen sterben an den Spätfolgen.

Ab hier zeichnet Nakazawa mit schonungsloser Direktheit das Grauen – schmelzende Haut, verbrennende Menschen und Leichen wohin man tritt.
Gens Vater, seine große Schwester und sein kleiner Bruder kommen im brennenden Haus ums leben. Die schwangere Mutter bringt kurz darauf unter den Eindrücken mit Gens Hilfe ein Baby zur Welt.

2004 erschienen die zentralen Teile von Nakazawas Werke in vier Bänden bei Carlsen. Die übrigen sechs Bände liegen nur in französischer und englischer Sprache vor.

Art Spiegelmann, der Autor von Maus, schreibt in seinem Vorwort zu Barfuß: „Das Trauma der Bombe wird un Barfuß mit schonungsloser Direktheit thematisiert“.

Der Zeichenstil – Schwarzweiß-Panels, saubere Zeichnungen – erinnern stark an andere Mangas. Gerade der Kontrast zwischen den doch amüsanten Zeichnungen gegenüber den grauenvollen Szenen machen den Comic beeindruckend. Tief ergriffen ist man, wenn man sich vor Augen hält, dass es sich hierbei nicht um Fiktion, sondern wahre Erlebnisse handelt.

Nicht nur für Atombombengegner und solche, die es werden wollen: Keiji Nakazawa – Barfuß durch Hiroshima

Ein Trailer zum Film


Laut WordPress ist das hier der 100. Beitrag. *Tusch*


Subjektive Bewertung:

Neues Portal Comic.re gestartet

In letzter Zeit hatte ich wenig Gelegenheit, Comics zu lesen. Einer der Gründe war, dass ich an meinem neuen Portal rumgebastelt habe: Comic.re – comic.redaktion.

comic.re

Comic.redaktion ist lediglich eine Ansammlung von RSS Feeds anderer: Comic-Künstler/innen, Autor/innen, Verlage und andere Webseiten zum Thema Comic.

Ich war einfach zu faul, immer wieder die selben Seiten anzusurfen um nachzusehen, obs was Neues gibt. Das wollte ich einfach alles auf einen Blick haben.

Mit Comic.re eine coole Domain gefunden, bisschen php, ein ganz klein wenig Design – fertig.
Eingesetzt wurden auf der Seite rss2html und Chief-Banner. Die Grafiken (ja es gibt welche) wurden mit GIMP gemacht, die PHP/HTML-Seiten wurden mit Leafpad zusammengestümpert.

Da der abgebildete Content kein eigener ist gibts es hier selbstverständlich keine Werbung – und es wird auch keine geben. Nur kurze Anreissertexte und Links zu anderen Comic-Verrückten. Wenn man so will „nicht-kommerzielle Werbung“.

Um jeden Verdacht des illegalen aneignens fremden Contenst zu vermeiden habe ich bewusst auf Caching verzichtet: die Inhalte werden nicht auf dem Server gespeichert sondern jedes mal neu geladen. Das geht zwar ein bisschen auf die Performance, aber dann gibts auch keine Mißverständnisse.
Solle einer der hier gegrabbten was dagegen haben: E-Mail genügt und der Feed fliegt raus.

Mitmachen: Comicgate-Weihnachtsverlosung

Irgendwie komm ich nicht zum lesen: Arbeit, Familie und Football-Saison ist auch noch.
Aber vielleicht gewinne ich ja hier einen Comic und lese dann: Bei der Comicgate-Weihnachtsverlosung
Zu gewinnen gibts Originalzeichnungen namhafter Comic-Künstler und eine bunte Mischung von Comics.
http://www.comicgate.de/Gewinnspiele/die-comicgate-weihnachtsverlosung.html
Einsendeschluss: Montag, der 17. Dezember 2012, 10 Uhr

Ich mach mir nen Knoten ins Papiertaschentuch!

nichtlustig.tv takedown notice

Gestern sah die nichtlustig.tv Seite so aus:

Brainpool hat mal kurzerhand den Film oder Teile davon bei Youtube als Copyright-Verstoss gekennzeichnet.
Die Rechtslage bei solchen Sachen ist wirklich lustig: wenn einem jemand was klaut muss man zur Polizei oder einen Anwalt bemühen um die Chance zu haben, das wieder zu kriegen.
Bei Content behauptet einer der grossen Verwerter „das ist meines!“ („takedown notice“) und *zack* ist es erstmal gesperrt. Dafür haben die Rechteverwerter auch extra Zugänge, mit denen sie das machen können. Da wird auch nichts geprüft, das wird einfach gemacht. Der wirkliche Rechteinhaber muss sich dann erstmal bei Youtube melden und belegen, dass er auch wirklich alle Rechte besitzt. Im Zweifel heissts dann erstmal gegen den Angeklagten – der Content bleibt gesperrt.
Nichtlustig befindet sich da in guter Gesellschaft – das ist der NASA auch schon passiert: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Takedown-statt-Touchdown-NASA-Video-wegen-angeblicher-Copyright-Verletzung-gesperrt-1661975.html. In dem Artikel gibts auch Hintergründe zur „takedown notice“.
Heute ist die nichtlustig,tv – Seite wieder wie gewohnt mit Film.

Comic-Sammler zog um …

Nachdem die Performance des bisherigen Anbieters … suboptimal war (bis zu 10 Sekunden warten auf den Seitenaufbau) und die Antworten des Supports mehr pampig als hilfreich wechselte Comic-Sammler.de den Hoster.

Tatsächlich war es relativ einfach. Diese Anleitung befolgen:
http://www.onlinecasinodemar.com/wordpress/tipps/umzug-einer-wordpress-installation-in-3-einfachen-schritten/

Nach dem Versuch des WP-Upgrades gabs nen Fehler, das war die Lösung:
http://www.techbeast.net/2012/06/13/wordpress-3-4-fatal-error-upgrading-database/?utm_medium=twitter&utm_source=twitterfeed

Und dann noch ein paar Plugins installieren und Daten ex- & importieren. Fertig.

Jetzt kanns endlich wieder ohne nerviges „auf den Seitenaufbau warten“ weitergehen.