Comicbuchpreis der Berthold-Leibinger-Stiftung

2-format1Die Berthold-Leibinger-Stiftung aus Stuttgart hat einen neuen Preis zur Förderung langer Comicerzählungen gestiftet. Der Preis soll jährlich für einen hervorragenden, unveröffentlichten, deutschsprachigen literarischen Comic vergeben werden, dessen Fertigstellung absehbar ist. Die Bewerbungsarbeit soll noch nicht publiziert sein und den Umfang für einen Band haben.
Der Comicbuchpreis ist mit EUR 15.000 dotiert, der Preisträger erhält außerdem eine Urkunde. Die Ausschreibung für diese Runde beginnt am 13. Januar 2014.

Die hochkarätige Jury wählt bei einer Jurysitzung Anfang September den Preisträger aus den Bewerbern aus. Sie besteht aus Andreas Platthaus (FAZ, Frankfurt, Vorsitzender der Jury), David Basler (Edition Moderne, Zürich), Prof. Dr. Frank Druffner (Deutsches Literaturarchiv Marbach), Brigitte Helbling (Jouralistin), Dr. Florian Höllerer (Leiter Literarisches Colloquium Berlin), Dr. Stefanie Stegmann (Leiterin Literaturhaus Stuttgart), Thomas von Steinaecker (Autor) und Lars von Törne (Tagesspiegel-Redakteur)

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Comic-Hotelzimmer in Saarbrücken

In der Landeshauptstadt des Saarlandes Saarbrücken sind zum ersten Mal Comic-Hotelzimmer nach einer Idee der Hotelier-Familie entstanden. Das Hotel „Am Triller“ hat mit der kompletten Neugestaltung von zwei Hoteletagen im Jahr 2013 insgesamt 26 außergewöhnliche Hotelzimmer kreiert und umgesetzt.

Der aus Überherrn-Berus stammende Comiczeichner Bernd Kissel wurde im Saarland durch seine „SaarLegenden“ bekannt. Diese „SaarLegenden“ – eine liebevolle Adaption saarländischer Sagen – sind die Vorlage dieses witzigen Konzeptes für die neuen Themenzimmer.

Eine überdimensionale Comic-Seite in den jeweiligen erzählt jeweils eine „Gute Nachtgeschichte“, der Hauptdarsteller wird zudem groß „in Szene“ gesetzt. Alle Werke sind vom Künstler Bernd Kissel handsigniert.

Wer also mal in Saarbrücken übernachtet sollte das ins Auge fassen – wenn er es sich denn leisten kann.

Ende des Comic-Ladens?

Ende Dezember hat Marvel in den USA angekündigt, dass Marvel ab diesem Jahr die großen Buchketten in den US nicht mehr mit Comic-Helften beliefern will.

Marvel Senior VP Sales David Gabriel dazu: „The overwhelming majority of print readers get their monthly comics from direct market locations (i.e. brick and mortar comic shops). There’s no denying that the direct market is a much stronger business model for monthly single issues than newsstand distribution. This has been the case for some time. New single issues haven’t been available in the overall newsstand market for nearly two years now and in book stores for at least three months without notice. We’re currently working with Barnes & Noble and Books-A-Million on a stronger, more mutually beneficial distribution model. And to be clear, this in no way affects sales of graphic novels in either chain which have continued, as many have pointed out, on an uphill trend in the past year!“

Die Entwicklung ist also laut Gabriel nichts neues und bis dato eher unbemerkt geblieben. Ob das allerdings ein Zukunftsmodell ist halte ich für fraglich. Denn zum „anfixen“ und reinlesen ist eine geschickte Präsentation an einem Ort, wo man nunmal grade da ist, doch eher sinnvoll.
Sicher ist das nicht das Ende des spezialisierten Comic-Ladens, wie wir ihn kennen. Aber ein Ansatz, der vieles verändern könnte.

Es bleibt spannend.

Mehr Infos: http://www.comicbookresources.com/?page=article&id=49951

spon.de: Neinneinneinneinnein

Kurzmitteilung

Absolut Lesenswert!
„Er weigerte sich, mit Steven Spielberg zu telefonieren, Millionenangebote schlug er aus: Mit „Calvin und Hobbes“ erfand Bill Watterson einen der wichtigsten Comic-Strips – und kämpfte jahrelang darum, ihn nicht zu vermarkten. Die Biografie des großen Nein-Sagers ist so bedeutend wie sein Werk.“

http://einestages.spiegel.de/external/ShowTopicAlbumBackground/a29835/l7/l0/F.html

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