Klare Kaufempfehlung: The Boys Band 13

boys-kleinGarth Ennis’ und Darick Robertsons bösartige Superhelden-Satire ist komplett – mit Band Nummer 13 ist die bei Panini Comics erscheinende Reihe The Boys abgeschlossen.

Die „Helden“ in „The Boys“ verkommen in der Dekadenz, leben allein für Geld, Ruhm und zur Befriedigung ihrer perversen Gelüste. Dabei werden sie immer weniger kontrollierbar und so wird im Geheimen eine weitere Superheldentruppe, genannt „The Boys, zusammengetrommelt“, die sich um ausgetickte Supies „kümmern“ soll – brutal, direkt, schonungslos und mit bitterbösem Humor.

In 13 Bänden demontieren The Boys nach und nach Superheldengruppen, Geheimdienste, korrupte Staatsorgane und Großkonzerne, bis es zum finalen Showdown kommt. Ein fesselndes und großartig unterhaltendes Comic-Epos, Comic-Lesevergnügen mit einem Gesamtwerk von rund 2000 Seiten.

Infos und leseprobe: http://www.mycomics.de/comic/6490-the-boys-13-vergeltung-hat-ihren-preis.html

Erhältlich beim lokalen Comice-Dealer des Vertrauens oder im gut sortierten Online-Shop.

Subjektive Bewertung:

Gon

Gon
Klassischer Fall von „Na, ob das was taugt?“.

Ja, das taugt was. Gon ist ein kleiner Dinosaurier mit unglaublichen Kräften, der mit anderen Tieren Abenteuer erlebt.

Im Comic gibt es praktisch keinen Text – die ganze Handlung wird in schwarz-weißen Bilder erzählt. Und das ist kein Verlust oder Hindernis. Durch die wirklich großartigen Zeichnungen von Masashi Tanaka geht nicht nur nichts an der Handlung verloren – man entdeckt immer neue Details.
Gon, der kleine Dino, ist ein garstiger kleiner Kerl, der immer erst einmal die Beobachterrolle einnimmt, um das Verhalten der anderen Tiere zu betrachten. Und sich dann umso vehementer einzubringen. Dabei scheut er auch nicht vor dem heftigen Quälen des Löwen oder anderer Tiere zurück. Im Laufe der jeweiligen Geschichte erkennt man dann, warum Gon das macht. Und schließt ihn ins Herz.

Ganz besonders begeistert bin ich von den Zeichnungen von Gon selbst – er sieht einfach garstig aus.
Für Gon gab es mehrere Auszeichnungen, zum Beispiel 1998 den Eisner Award in der Kategorie Best U.S. Edition of Foreign Material.
Mehr über den Autor: http://de.wikipedia.org/wiki/Masashi_Tanaka (leider nicht viel mehr)
Die Geschichte „Gon and his Adventures with a Lion“ kann man legal online ansehen, die Scan-Qualität ist allerdings nicht besonders: http://madcool.com/mc/comics/gon/l1.htm

Kaufen, aber sowas von: Gon, Band 1

Alle erschienen GON-Bände

„The Boys“ von Garth Ennis

„The Boys“ ist für mich eine fantastische Entdeckung: unglaublich witzig, überraschend, tolle Zeichnungen. Und das beste: so stell ich mir die Superhelden vor, wenns sie wirklich gäbe.
Kurz der Inhalt
Eine geheime CIA Einsatztruppe mit dem Namen „The Boys“ überwacht die Aktivitäten der „Superhelden“ und schreitet ein, wenn diese es zu doll treiben. Was die Superhelden zu Superhelden macht ist eine bekannte Droge – deshalb gibt es auch immer mehr von ihnen. Diese Superhelden sind so wie man Stars im wirklichen Leben kennt: nach außen repräsentieren sie ein sauberes Image, im inneren geht es nur um Geld, Ansehen und Sex.
Neu bei the Boys ist Wee Hugie, der durch einen Superheldeneinsatz auf makabre Art und Weise seine Freundin verloren hat.

Das Boys-Motto: „Stets exakte Vorbereitung und Planung statt Kacke am dampfen und null Ahnung.“Schon lange keinen so guten Comic mehr in der Hand gehabt. Schade, dass ich ihn ausgelesen habe.
Kaufen! The Boys Bd.01: Spielverderber
Mehr kaufen! The Boys – eine Liste

Trondheim, Larcenet – Die Kosmonauten der Zukunft

Es gibt sie: Comics, die man mit einem „Naja, könnte nett sein“ in die Hand nimmt und die man dann von Seite zu Seite begeisterter liest.
Trondheim, Larcenet – Die Kosmonauten der Zukunft Bd. 1 ist so einer.
Am Anfang wirkt alles ein bisschen nach „Der kleine Spirou“. Ich war schon von den Bildern her der Meinung, es handelt sich um einen französischen Comic. Mittlerweile weiss ich es natürlich – der Originaltitel ist „Les cosmonautes du futur“. Aber alles ist liebevoll eingedeutscht, auch Werbeschilder, der Name der Schule und ähnliches.

Zur Handlung:
Martina Höhne und Gildo Falter sind zwei Sonderlinge und Einzelgänger und ca. 10 Jahre alt.
Sie ist überzeugt davon, alle außer ihr seien Roboter, er ist überzeugt, er sei von Außerirdischen umgeben.
Als Gildo nach einem Umzug in Martinas Schule kommt freunden sich beide an. Gemeinsam versuchen sie nun herauszufinden, ob die Menschen um sie herum nun Roboter oder Aliens sind.
Wies weitergeht wird nicht verraten.

Die Figuren sind in sich stimmig, man kann sich in die Kinderwelt hineinfinden mit all seinen Einschränkungen und Möglichkeiten.
Ich persönlich mag den Zeichenstil sehr, auch wenn dieser in einigen Kritiken die ich nachträglich gelesen habe kritisiert wird.

Sollte man wirklich gelesen haben! Ich werd mir auch noch Band 2 und 3 zulegen:
Trondheim: Die Kosmonauten der Zukunft Bd.1

Bei Amazon nicht mehr erhältlich (die Bände 2 + 3 aber schon).
Mit ein bisschen Glück noch bei eBay: Die Kosmonauten der Zukunft bei eBay

PS: Gildo spricht übrigens nicht mit Mädchen, weil die keinen Puller haben.