Neuer Wettbewerb bei myComics

Neuer Wettbewerb bei myComics.Thema: Identität und die moderne Welt, menschliche Makel und Träume, Krisen und Lichtblicke – die Beiträge im neuen Wettbewerb drehen sich um das Thema Persönlichkeit, aus ganz unterschiedlichen Perspektiven. Insgesamt stehen 9 Stories zur Wahl.
Alle Beiträge sind grossartig, mein Favorit ist aber ganz klar „Das kleine Ich“

Der erste Platz ist mit 300 Euro in bar dotiert, Platz 2 und 3 mit Comic-Gutscheinen.

Alle Infos: http://www.mycomics.de/no_cache/wettbewerb.html

Mitmachen und abstimmen!

Subjektive Bewertung:

Comic-Film: Die Bundestagswahl aus Sicht der BBC

Die britische BBC hat auf ihrer Webseite die deutsche Bundestagswahl erklärt – mithilfe des animierten Comics „German election guide“.
Davon kann sich die Bundeszentrale für politische Bildung mal eine Scheibe abschneiden.

Note: eingebettetes Video wg autostart rausgenommen.

Quelle: http://www.bbc.co.uk/news/world-europe-24070612

Subjektive Bewertung:

Herzflattern – Comic für Jugendliche mit angeborenem Herzfehler

herzflatternDer Bundesverband Herzkranke Kinder e.V. (BVHK), hat mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für Gesundheit einen Comic erstellen lassen, der beim BVHK bestellbar oder online lesbar ist:
http://www.bvhk.de/index.php?id=74

Die Geschichte ist wirklich ganz kurz erzählt: Lisa ist 15 und hat einen angeborenen Herzfehler (AHF). Sie verliebt sich in Max und weiß nicht, wie sie ihm von ihrem Herzfehler erzählen soll. Vom Arzt lässt sie sich darüber aufklären, dass sie beim Sex vermutlich nicht sterben wird.

Zielgruppe sind Teenager mit AHF: so wie sich andere Jugendliche Probleme wegen  Pickel oder eingebildeten oder tatsächlichen körperlichen Unzulänglichkeiten haben, schämen sie sich wegen einer OP-Narbe oder sind unsicher wegen des Herzschrittmacher. Und natürlich ist auch hier Verhütung ein Thema.

Spannend finde ich, dass von einem Bundesministerium so etwas gefördert wird. Sicher besser, als die x-te langweilige Broschüre mit Text-Text-Text.
Besonders spannend aber finde ich, dass die konservative Schwarz-Gelbe Bundesregierung einen solchen Comic fördert, in dem erzählt wird, dass eine 15 jährige Sex hat. Da ist eine Partei mit „C“ wohl in der Realität angekommen.

Die Zeichnungen sind eher einfach gehalten und die Story selbst ist ein wenig linear und vorhersehbar. Aber trotzdem insgesamt ganz nett.

Illustrator: Tobias von Reth

Subjektive Bewertung:

Internet Comics – versteckte Juwelen

InkplosionIm Internet gibt es sehr viele Comics auch kostenlos und völlig legal zu lesen – man muss sie nur finden. Hier mal ein Beispiel:
http://inkplosion.de/
Von 2001 bis 2010 war Inkplosion eine Plattform für junge Comickünstler und -künstlerinnen. Von Actioncomics über Funnys (die ich ja besonders mag) bis zu Experimentellem ist alles dabei.
Leider ist das Projekt dann eingestellt worden, aber großartigerweise sind die Werke alle noch online geblieben.
Bei 1300 Comicseiten ist da für jeden Geschmack etwas dabei. Man beginnt auch, bei besonders beeindruckenden Werken dem Autor hinterher zu recherchieren, in der Hoffnung, mehr von ihm zu finden.
unbemerktSo kommt man zum Beispiel vom Special „Ich wünsch mir eine Katze“ http://inkplosion.de/specials/special_25/cover.html zu der von Beni Merk gestalteten Seite http://inkplosion.de/specials/special_25/katze_05.html. Dann noch eine kurze Google-Suche und man stellt fest, dass er seit 2005 ein fleissiger Blogger ist http://unbemerkt.blogspot.com/.
So führt eines zum anderen und man ist stundenlang vergnügt.
Schade, dass Inkplosion nicht mehr weitergeführt wurde. Es hat sich wohl niemand gefunden, der sich die Arbeit aufhalsen wollte. Ich würd ja gerne, aber ich hab wirklich keine Zeit. Vielleicht mach ich sowas mal, wenn ich in Rente bin – das wär doch mal ein schönes Rentnerhobby.

Subjektive Bewertung:

Mad Dog Comics – Comics auf dem Handy

Witzig, wie eines zum anderen führt. Erst hat Amazon den neuen Kindle rausgehauen und auch die Online Bücherei. Dann lasse ich mich lang und breit drüber aus, wie das für Comic-Sammler am besten aussehen würde und schwafel was von Riesen-Pads um Comics zu lesen … da stolpere ich doch glatt über einen Anbieter, der das Comics lesen auch auf kleinen Bildschirmen möglich macht.

Bei Mad Dog Comics kann man für verschiedene Plattformen einen eigenen Comic-Reader herunterladen: Sowohl für IPad/Phone als auch Android, und natürlich kann man auch auf dem Computer die Comics lesen.

Besonders spannend fand ich, dass man sich die Comics anscheinend auch vorlesen (vorlesen!) lassen kann. Das hat aber leider nur beim ersten mal im Browser geklappt, seit dem bekomme ich das nicht mehr hin. Ist wohl auch nur bei wenigen Comics möglich, aber beim von mir gehörten waren es offensichtlich professionelle Sprecher und Sprecherinnen.

Es sind einige kostenlose Angebote vorhanden, man kann sich also selbst in Ruhe von Qualität und Usability des Systems überzeugen. Die Preise bewegen sich ansonsten zwischen coolen 79ct bis hin zu den üblichen Buchhandelspreisen.

Auf dem Handy

Die App fürs Handy ist knapp 3MB groß. Die Installation und Ersteinrichtung (Registrieren/Einloggen) sind einfach. Allerdings scheint die Android-App nicht sehr stabil zu sein. Mir ist sie beim ersten Start gleich wieder abgestürzt.

Der Download der Comics ist natürlich einfach: draufklicken, „habenwill“, bezahlen über den Google Market (heisst jetzt ja: Google Play) und fertig. Per mail kommt dann noch die Bestätigung.
Dann wirds durchdacht: ähnlich wie bei Amazon die mp3 liegen die Comics dann nicht nur auf dem handy, sondern auch in der Cloud rum. D.h. alle gekauften Comics sind Online, man kann sie sich jederzeit wieder runterladen.

Großer Comic – kleines Display?

Das lesen ist der nun eigentlich richtig interessante und wichtige Teil.

Von Hand werden einzelne Comic-Seiten vom Anbieter unterteilt, so dass man mit einer „Wisch“-Bewegung von einem Bild zum nächsten kommt. Ganz charmant mit dezenter Überblendung. Und sogar in der richtigen Reihenfolge, wenn die Geschichte eher unten rechts als unten links weitergeht.

Also überraschend einfach und gut.

Was fehlt noch?

Schön wären ein paar Hintergrundinfos auf der Web-Seite, eine technische und kaufmännische FAQ würde auch helfen. Oder wie wärs mit einem Forum?

Während meiner Besuche heute gabs ausserdem dauernd Serverprobleme. Vielleicht würde da ein Anbieterwechsel helfen, denn ein Server-Down ist wie ein Laden-zu: man verkauft nix.

Hintergründe & Fazit

Mad Dog ist in der Startup-Phase, also wer will kann sich noch bis maximal Ende November finanziell beteiligen: https://www.seedmatch.de/startups/maddog-comics
Unter der Adresse gibts auch noch weitere Infos zu den Hintergründen.

Mein Fazit: ja, so könnte die Zukunft aussehen – Star Trek rückt immer näher.

Wahrscheinlich wirds ein kleiner Erfolg, einer der großen Verlage kupfert das ab und kauft im Idealfall die Jungs von Mad Dog samt Laden einfach auf.
Wir Comic-Sammler können dann bald ungezählte Regalmeter anderen Dingen zur Verfügung stellen. Und Mutti kann nie wieder kistenweise Comics wegwerfen, denn die liegen sicher in der Cloud und wir laden sie einfach wieder runter.

Na gut – einige Comics möchte ich weiterhin auf Papier haben. da fehlt mir dann immer noch der „Diesen Comic gedruckt kaufen“ Button am Ende des Comics.

 

Subjektive Bewertung:

Digitale Yps mit digitalem Gimmmick

Ok, der letzte Artikel zum Thema Yps. Kommt höchstens noch einer, wenn ich das Heft in Händen habe. Vielleicht.

http://www.ehapa-shop.de/product/3742-yps/

Liebe YPS-Fans! Nur einen Tag nach seinem Erscheinen war das neue YPS hier im Shop bereits vergriffen. Die Nachfrage war deutschlandweit und sogar in den deutschsprachigen Nachbarländern riesengroß. Zur Zeit werden übriggebliebene Hefte im Handel eingesammelt, um diese neu zu verteilen. Dieser Vorgang wird allerdings eine Weile dauern. Vielleicht freut es Sie zu hören, dass zeitnah auch eine digitale Version des Magazins (mit digitalem Gimmick!) erscheinen wird.

Digitale Yps? Prima Idee, jetzt bin ich mal auf Format, Vertriebsweg und Preis gespannt.
Wetten, dass das digitale Gimmick eine Version davon ist:

https://itunes.apple.com/de/app/yps-urzeitkrebse/id338854864?mt=8

Amazon Kindle Leihbücherei

Das ist das, was man uns seit Jahren versprochen hatte: gemütlich zuhause oder wo auch immer man gerade ist ein Buch lesen und wenn man durch ist einfach ohne Probleme das nächste.
Die DRM-Restriktionen, die viele Anbieter lächerlicherweise dem Lesespass vorgeschaltet haben, sind mit der Amazon Kindle Leihbücherei überflüssig geworden.
Ich leih mir ein Buch aus und wenns fertig ist das nächste – zum Abopreis.
Behalten will man die meisten Bücher elektronisch eh nicht – nur lesen. Und vielleicht irgendwann nochmal lesen. Dann leiht man sie sich einfach wieder aus.
Für dicke Bücher vielleicht unwirtschaftlich, aber wie bei der DSL-Flat denkt man da dann nach kurzer Zeit auch nicht mehr dran.
Rechner an – Internet. Tablet an – Buch.

Für die Comic-Sammler unter uns ist ein Heft pro Monat natürlich albern – nen Comic liest man ja weg wie nix.
Außerdem will man gute Comics dann meist doch lieber auf Papier haben.
Aber das stundenlange im Comic Laden rumstehen und anlesen, während ein genervter Verkäufer dauernd rüberguckt, hätte ein Ende. Der Comic-Laden mit seinen Mondpreisen natürlich auch.
Also schön wär:

  • Comic-Abo zum Preis x (sagen wir mal 10 Euro/Monat).
  • enthalten 10 Comics pro Monat
  • ein Button am Ende des Comic: „diesen Comic gedruckt kaufen“

Fehlt noch die passende Comic-Hardware:

  • leichter E-Comic Reader
  • natürlich Farbe
  • mit UMTS
  • der auch cbr, pdf, … kann.
  • und Internetfähig ist.

Also eigentlich ein Tablet.
12-13 Zoll (~A4) muss schon sein, sonst ist man nur mit Scrollen beschäftigt. Und das ist doof. Und unter 200 Euro, sonst wär das dann doch ziemlich teuer.
Sowas geht aber schonmal in die richtige Richtung: M-i-Tech 10 Zoll Tablet PC (Android 4.0), ist aber wirklich noch zu klein.
Aber ich bin mir sicher, da wird in den nächsten 1-2 Jahren auch noch was passendes bei Hardware kommen.

Amazon Kindle Leihbücherei


Nachtrag: Auch wenn nur 6 Zoll, das muss ich mir dann doch mal ansehen…
Kindle Paperwhite, 15 cm (6 Zoll) hochauflösendes Display mit integrierter Beleuchtung
„Unterstützung von Kinderbüchern und Comics
Kindle Paperwhite unterstützt Kinderbuchformate mit Kindle Text Pop-up und Comicformate, die von Kindle Panel View unterstützt werden, ermöglichen das Lesen von Comics. So können Sie Kinderbücher und Comics auf dem Kindle Paperwhite lesen wie Sie es gewohnt sind.“

Gaia – Online-Comic

Da denkt man man kennt sich ein bisschen im Bereich Comic aus .. und findet doch wieder was neues. Danke liebes Internet.
Beim Surfen bin ich auf den Online-Comic „Gaia“ gestossen.
Gaia ist ein deutscher Fantasy-Comic rund um die Schüler der “Akademie für arkane Wissenschaften und Kampfkünste”.
Ilias ist an seiner Klassenkameradin, der schönen und talentierten Zauberin Lilith Caillean, interessiert.
Zu Beginn der Geschichte stehen Ilias und die anderen Schüler vor der ersten großen Prüfung ihres Lebens, der Abschlussprüfung an der Akademie.

Zum Hintergrund (vollständig zitiert von http://www.sandraandwoo.com/gaiade/info/)
„Der Comic basiert auf einer Kampagne, die 2004 und 2005 von Oliver Knörzer (Novil), seiner Mutter Ute Knörzer (Milena) und einigen anderen Teammitgliedern als Modifikation für das Computerspiel Neverwinter Nights 2 entwickelt wurde. Das Projekt wurde schließlich eingestellt, aber eine große Zahl an Dialogen für die Kampagne war zu diesem Zeitpunkt bereits geschrieben. Diese bildeten die Grundlage für den Comic in seiner heutigen Form. Dabei wurden aber noch zahlreiche Änderungen vorgenommen, um die Geschichte interessanter zu gestalten und sie im Hinblick auf das neue Medium anzupassen. In Gaia werdet ihr sowohl Elemente aus den Final-Fantasy-Videospielen finden, vor allem aus VIII und IX, als auch Elemente aus klassischen westlichen Fantasy-Geschichten.“
Seit November 2011 erscheint jeden Tag eine Seite des Comics auf gaiacomic.de

Tja, was kann man zu dem Comic sagen: erstmal ist es ein Wunder, dass ein Comic mit dieser zeichnerischen Qualität, witzigen Einspielungen und zuverlässigem erscheinen völlig kostenlos gelesen werden kann.
Gleichzeitig ist es mehr als schade, das sowas nicht auch in gedruckter Form herausgegeben wird – besser als 80% der üblichen 0815 schnell zusammengehauenen und lieblos gemachten Massenware ist es eh.
Ach ja: der den Comic kann man sogar je nach Wunsch auf deutsch oder englisch lesen.
Kritikpunkte? Ich habe keinen. Soll vorkommen.
Die Zeichnungen sind sehr schön, die Figuren haben Charakter und die Geschichte ist bist jetzt sehr geschlossen.
Na gut, einen Punkt hab ich doch (geht wohl nicht ohne): es geht sehr hopplahopp los. So 2-3 Zeilen Einleitung wären nett gewesen.

Jedenfalls eine absolute Leseempfehlung!

Gaiacomic.de