Bob de Groot – Robin Ausdemwald

Robin AusdemwaldNach der schweren Comic-Kost der letzten Woche wirds mal wieder Zeit für was lustig-leichtes: Robin Ausdemwald (im Original Robin Dubois) von Bob de Groot.

Kennengelernt habe ich Robin wie die meisten anderen wohl auch als Teil des Yps-Heftes. Leider gabs da meist nur eine Seite – die Robin-Geschichten sind meistens One-Pager – und ich hätt doch gerne mehr gelacht.

1988 hat der Carlsen Verlag die Geschichten in neun Bänden herausgegeben, sie sind heute leider nur noch zu doch recht hohen Preisen verfügbar.

Was ich an Robin Ausdemwald besonders mag ist der harmlose Humor und die Tatsache, dass der Sheriff, Chef von Nottingham und des Sherwood Forest, und Robin trotz der natürlichen Rivalität eine Art Freundschaft pflegen.
Ausserdem ist so ein One-Pager sehr pointiert für das schnelle Lachen zwischendurch.
Natürlich sind die Witzchen als und schon tausendmal gesehen – aber hey, der Comic ist aus den 70ern.

Kann man bei Amazon kaufen: Robin Ausdemwald
oder bei Ebay: Robin Ausdemwald
Find ich aber beide zu teuer. Sowas ist ein Glücksfund für 3-4 Euro auf dem nächsten Flohmarkt. Da können dann auch ruhig ein paar Eselsohren dran sein.

Subjektive Bewertung:

Der tönerne Thron 1 – Der Ritter mit der Axt

Mal wieder was neueres (aus 2010): Der tönerne Thron.
Der Comic bzw. die Reihe „Der tönerne Thron“ spielt im Jahre 1418 mit realem Hintergrund: Der englische König ist mit einer Invasionsarmee in Frankreich gelandet – einer der Höhepunkte im sogenannten hundertjährigen Krieg. Gleichzeitig herrscht in Frankreich Bürgerkrieg zwischen den Parteien der Armagnacs und Bourguignons.

Kurz zum Inhalt dieses Bandes:
Die Truppen der Burgunder konnten durch Verrat in Paris einmarschieren, ein Blutbad unter den Anhängern der Armagnacs beginnt.
Tanneguy von Chatel versucht den den jungen Kronprinzen Karl VII. vor den Angreifern zu beschützen und ermöglicht ihm die Flucht.

Die Geschichte gewinnt viel durch den realen Hintergrund.
Besonders der Einsatz der Lichtquellen (die Kerze die ein Zimmer hell erleuchtet und den Nahbereich der Kerze durch die Helligkeit unsichtbar macht) sind mir aufgefallen. Was ich ein bisschen albern fand war, dass in dem Comic die Kämpfe manchmal ein bisschen arg splatterhaft sind: da wird ein Kopf abgeschlagen und fliegt meterweit durch die Luft, Arme sauber abgehackt etc.. Das passt dann irgendwie nicht in die sonstige Art des Comics.

Das schenkt man dem Mittelalter-Fan: Der tönerne Thron 01 – Der Ritter mit der Axt

Mehr zum hundertjährigen Krieg: http://de.wikipedia.org/wiki/Hundertjähriger_Krieg

George R. R. Martin – Der Heckenritter, Bd. 1

Manchmal kennt man Bücher und merkt dann, dass es dazu auch Comics gibt.
George R. R. Martin – Der Heckenritter, ist ein „Spin off“ (würde man neudeutsch sagen) der Serie „Das Lied von Eis und Feuer“. Die Heckenrittergeschichte spielt allerdings vor der Romanserie.
Der Inhalt ist schnell erzählt: Dunk ist Knappe im Dienst des Heckenritters – ein Heckenritter ist ein Ritter ohne Besitz, der seine Dienste verkauft – Ser Arlans.
Als dieser stirbt nimmt sich Dunk Pferde und Waffen und nennt sich „Ser Duncan der Große“. Schliesslich hat er nie etwas anderes gelernt als Heckenritter.
Er versucht, an einem Turnier teilzunehmen, um an Geld zu kommen. Dann wirds spannend: er verliebt sich, wird in eine Prüfelei verwickelt soll sich dann einem Gottesurteil stellen. Und sein neuer Knappe Egg ist auch nicht der, der er zu sein vorgibt.
Die Geschichte selbst ist so gut wie die Romae der Feuer-und-Eis-Serie. Auch die Zeichnungen sind professionell und man sieht ihnen an, dass viel Mühe investiert wurde.
Irgendwie springt der Funke dann nicht so ganz über. Lieber als den Comic hätte ich die Kurzgeschichte gelesen. Der Mehrwert, der ein Comic normalerweise gegenüber der Plain-Text Erzählung hat, fehlt irgendwie: spannende optische Nebengeschichten oder das Bild das mehr sagt als tausend Worte – hab ich irgendwie nicht gefunden.

Ganz nett: George R. R. Martins Der Heckenritter, Bd. 1
(Man kann bei Amazon ja auch mal in den Comic reinlesen vor dem Kauf)

Ich empfehle aber lieber die Romanserie „Das Lied von Eis und Feuer“ von George R. R. Martin: Das Lied von Eis und Feuer
Da hat man nicht nur lange dran, die sind auch richtig faszinierend.