Yps 1258 – gelesen

Das wieder aufgelegte Yps 1258

Das neue Yps – künstlerisch verfremdet

Ehapa hat tatsächlich das wohl mittlerweile endgültig vergriffene Yps-Heft tatsächlich geliefert, und natürlich war ich zu dem Zeitpunk, als das DHL Paket (!) ankam nicht zuhause. Und als ich zuhause war war der Nachbar, der das Paket in Empfang genommen hatte, leider nicht mehr da.
Also soweit wie immer.

Heute kam ich endlich dazu, das neue, wieder erschienene Yps zu lesen.
Natürlich hat es mit dem Yps, wie ich es kannte, nicht mehr wirklich viel zu tun.

Gefühlte 70% bestehen aus „hach was war das damals schön“ Berichten, und das Produktplacement diverser Firmen ist wirklich augenfällig.

Schade fand ich, dass die wenigen Comics, die abgedruckt wurden, nur Reprints sind. Da hatte ich auf frischen Stoff gehofft, gerne auch von anderen Zeichnern, die sich mal Yps oder Pif oder andere bekannte Figuren vornehmen.

Ausgerechnet „Hombre“ war auch drin, den fand ich damals schon nicht so doll.

Die Berichte „Wie werde ich jetzt noch Spion“, „Zaubertricks“, „Geschichte von Computer vs. Spielkonsolen“ etc. verbuche ich unter „nett“. Die wären für andere „Männermagazine (Zielgruppe der 30-45 jährigen) zu seicht und harmlos gewesen. Aber seicht und harmlos hat in dieses Yps reingepasst.
Auch die Interviews mit Nehberg, Höpfner und „Albatross“ Gross waren Standard-Interviews, die vermutlich nicht extra geführt werden mussten.

Ganz interessant fand ich die Chronik wann Yps erschienen ist, wann das Verkaufsverbot wegen den Solar-Zeppelin war und so weiter. Autor ist der Betreiber der grossartigen Ypsfanpage Dominik Scherer. Also einer der wirklich weiss, wovon er schreibt.

Comic-Entdeckung hatte ich auch eine: Pondus. Der trifft meinen Humor. Schade, dass es von dem nichts auf deutsch zu kaufen gibt.

Insgesamt: schön das ich es gekauft habe. Wenn der Solar-Zeppelin als Gimmick beiliegt werd ich mir die nächste Ausgabe vielleicht auch noch kaufen. Aber ansonsten lohnt es sich nicht. Da geh ich doch lieber auf dem Flohmarkt nochmal alte Hefte jagen, die ich noch nicht kenne, und schwelge dann in Erinnerungen.

Subjektive Bewertung:

Yps schon ausverkauft?

Angeblich ist die 120 000 Stück starke Auflage von Yps schon ausverkauft.
Bei dem Medienhype hätte man darauf auch wetten können.
Natürlich gibts jetzt Schlaumeier, die daraus auch ein Geschäft machen wollen.

Realistisch sind Preise um die 15-20 Euro; wers nicht eilig hat wartet einfach 2 Monate, dann gibts wieder welche – wenn auch nicht originalverpackt – für unter 10 Euro.

Mal sehen, ob ich das direkt im Shop bestellte Heft noch bekomme. Ehapa macht sichs da nämlich auch leicht. Ehapa – AGB:

Diese Bestellbestätigung stellt keine Annahme Ihres Kaufvertragsangebotes dar, sondern dient lediglich Ihrer Information. Sofern wir Ihr Kaufvertragsangebot innerhalb 1 Woche annehmen, erfolgt die Annahme wie folgt:

[…]

  • Bei sonstigen Produkten durch Lieferung der Ware an die angegebene Lieferadresse. Über Waren aus ein und derselben Bestellung, für die keine Annahmeerklärung seitens Ehapa vorliegt (die also nicht in der Rechnung aufgeführt sind bzw. die nicht geliefert werden), kommt kein Kaufvertrag zustande.

Auf gut deutsch: lieber Kunde bezahl. Wenn das Produkt bei dir ankommt haben wir den Vertrag angenommen. Wenn nicht, dann nicht.

Wenn ich kein Yps-Heft bekomme werd ich auch damit leben können. Dann kommt was anderes spannendes: „Wie bekomme ich mein Geld wieder?“ 🙂

Yps – morgen wieder neu

Bild: Egmont Ehapa

Morgen (11.10.2012) kommt der lange erwartete Relaunch des Yps-Heftes.

Was bisher zu lesen war:
Das Heft wird einen Umfang von über 100 Seiten haben; Zielgruppe sind die ehemaligen Yps-Leser, also die Gruppe der jetzt 30- bis 45-Jährigen.
Nur rund 20 Seiten des Heftes bestehen aus Comics, darunter Nachdrucke alter Eigenproduktionen wie YPS, Kaspar, Patsch und Willy, Yinni und Yan. Auf den alten Yorick freue ich mich ja ganz besonders.
Nach der ersten Ausgabe soll YPS halbjährig erscheinen, die nächste Ausgabe ist für März 2013 angekündigt.
In der aktuellen Ausgabe sind *tata* Urzeitkrebse als Gimmick enthalten.
Im Ehapa Online-Shop wird schon angegeben, dass nur noch wenige Exemplare verfügbar seien, und das bei einer angekündigten Auflage von 120 000 Exemplaren.

Ich konnte heute noch beim http://www.ehapa-shop.de bestellen:
Heftpreis: 5,90 EUR
Versandkosten: 3,15 EUR
Gesamtsumme (inkl. MwSt.): 9,05 EUR

Stolzer Preis, aber was macht man nicht alles für Jugenderinnerungen…

Anscheinend gabs sogar einen kleinen Presseskandal: eine Sperrfrist einer Pressemeldung (Datum, ab dem Infos aus der Meldung verbreitet werden dürfen) wurde von der Zeitung mit den 4 großen Buchstaben nicht eingehalten.

Jedenfalls ein Riesenhype – da hat eine Marketingabteilung mal den richtigen Nerv beim Kunden getroffen.

Links:
http://www.ypsfanpage.de/

http://www.heise.de/tp/blogs/6/152952